Gordon Parks. I Am You. Selected Works 1942 - 1978


I saw that the camera could be a weapon against poverty, against racism, against all sorts of social wrongs. I had to have a camera. Gordon Parks

Die Ausstellung „Gordon Parks. I Am You. Selected Works 1942–1978“ kommt nach Frankfurt! Die Zusammenarbeit der Deutsche Börse Photography Foundation mit C/O Berlin und der Gordon Parks Foundation New York macht es möglich, dass rund 180 ausgewählte Bilder aus dem umfangreichen fotografischen Werk Gordon Parks im Cube der Deutschen Börse in Eschborn gezeigt werden können. Ich habe die Ausstellung bereits letzten Winter im C/O Berlin gesehen und war beeindruckt von den kraftvollen Bildern, die unter anderem von der Rassentrennung in den Südstaaten und dem harten Leben der Schwarzen in Harlem erzählen.

Gordon Parks (1912–2006) hat sich nie auf eine Disziplin festlegen lassen. Er war erfolgreich als Filmregisseur (den Blaxploitation-Klassiker „Shaft“ hat er gedreht), als Komponist und als Autor. Auch als Fotograf war er in vielen Genres zu Hause. Für die „Farm Security Administration“ hat er, wie Dorothea Lange und Walker Evans, die Armut der amerikanischen Bevölkerung in den 40er Jahren dokumentiert. Glamourös und meist farbig sind seine Modefotografien für die Vogue, für die er als „Freelancer“ arbeitete. Für das Life-Magazin (1948 wurde Parks dort der erste festangestellte schwarze Fotograf) schoss er unzählige Fotoreportagen, darunter die Fotoserie über die Familie Fontenelle aus dem Jahre 1967, die auch als Buch bei Steidl erschienen ist („A Harlem Family“). Intensiv auch die Porträts von Muhammad Ali, Malcom X, Ingrid Bergmann.

Dabei gelangen ihm ikonische Fotografien des 20. Jahrhunderts. American Gothic ist eines seiner bekanntesten Bilder. Es zeigt Ella Watson, eine farbige Putzfrau, wie sie mit ihrem Besen in der Hand starr vor der amerikanischen Flagge steht.

Eröffnet wird die Ausstellung am 21. September 2017. Für die Vernissage ist eine Anmeldung direkt bei der Deutsche Börse Photography Foundation erforderlich. Danach kann die Ausstellung noch bis zum 5. Januar 2018 im Rahmen von Führungen besucht werden. Es lohnt sich!
 

Dokumentation „Half Past Autumn"

Mehr über das Leben von Gordon Parks erfährt man in der Dokumentation „Half Past Autumn. The Life and Work of Gordon Parks“. In diesem ruhigen Film erzählt Gordon Parks über seinen erstaunlichen Lebensweg, der in Armut und Rassentrennung begann und als angesehener Künstler vollendet wurde.

 

Ein Link zum Werk: The Gordon Parks Foundation www.gordonparksfoundation.org